Allgemeines:
Die Geschichte des Grals beginnt im 12. Jahrhundert und zieht sich bis in die heutige Zeit fort. Selbst Historiker wissen nicht genau, woher das Wort Gral stammt, am wahrscheinlichsten ist die Herleitung aus dem griechische lateinischen „crater“, Mischgefäß. Also kann man schon mal Ableiten, dass es sich beim Gral um eine Schüssel oder ähnliches handelt, wenn man der Herleitung glauben schenken mag. Wozu dient der Gral? Im Grunde ist der Gral der Inbegriff der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse, das wäre quasi: Glückseligkeit, ewige Jugend und „Speis und Trank“ in unendlicher Fülle.
Überblick über die Geschichte des Grals:
Das erste Mal erwähnte der französische Dichter Chrétien de Troyes in den Perceval-Versroman( 12. Jahrhundert abgefasst) den heiligen Gral. Es ist unbekannt welches Buch er als Quelle für den heiligen Gral hernahm, es ist nur bekannt, dass das besagte Buch im Besitz des Grafen von Flandern war. In den Perceval-Versromanen verbindet Chrétien de Troyes die Gralsgeschichte mit den Artussagen, zumindest nimmt man das an, weil niemand die Quelle von Chrétien de Troyes kennt. Bei Chrétien’s Werk ist der Gral eine mit Edelsteinen verzierte Goldschale.
Am Ende des 12. Jahrhunderts nahm sich Robert de Boron der Gralsgeschichte an und stattete sie mit christlichen Aspekten aus. Nach Boron ist der Gral, der Kelch der beim letzten Abendmahl verwendet wurde und in dem das Blut Jesu, von Joseph von Arimathäa gefangen wurde, dieser flüchtete mit dem Gral über Gallien nach England. In Joseph d'Arimathie legt Boron den Gral als Abendmahlskelch fest, interessant ist, dass dieses Werk auf dem Nikodemusevangelium basiert, er ersetzt zum Beispiel in seinem Werk das Grabtuch, dass Jesu Joseph übergibt einfach durch den Abendmahlskelch.
Anfang des 13. Jahrhunderts übersetzt Wolfram von Eschenbach den Perceval-Versroman, und erweitert ihn um einige Quellen. Bei Wolfram von Eschenbach ist der Gral jedoch keine Goldschale mehr, sondern ein Steingefäß mit den Namen „lapis exillis“, dieser spendet Speisen in unendlicher Fülle, er bewirkt Verbrennung und Wiedergeburt des Phönix und nur wenn man ihn ansieht ist man eine Woche vor Tod und Alter geschützt. Wolfram von Eschenbach bezeichnet die Gralsritter als „Templeisen“, woraus Historiker folgerten, dass auch die Templer im Besitz des Grals gewesen sind.
Weitere Mythen:
Drei BBC-Reporter interpretierten das französische „San Greal“ als „Sang real“, also „königliches Blut“, auf diese Behauptung stützt sich das Argument, dass Jesus mit Maria Magdalena verheiratet war. Es wird spekuliert, dass Maria schwanger war und nach der Kreuzung Jesu, mit Joseph von Arimathäa nach Gallien (Heute: Frankreich) geflohen sei. Folglich wäre das resultierende Kind der heilige Gral. Die Dokumente die als Quelle dieser Annahme dienten waren aber nachweislich gefälscht. Der Franzose Pierre Plantard fälschte Dokumente und Stammbäume. All diese Dokumente wiesen auf die Prieuré de Sion, ein aristokratischer Geheimbund, dessen Name auf ein französisches Kloster zurückgeht, dessen Mönche vor allem Maria Magdalena verehrt haben.
In der Schatzkammer der Hofburg (Wien) befindet sich eine antike Achatschale, von der man annahm, sie hätte einst die Bluttropfen Christi aufgefangen. König David soll diese Schale in einer Höhle unter dem Hügel Golgota versteckt haben.
Ein anderer Mythos besagt, dass der Gral ein Synonym für die jüdische Bundeslade sei, in der die zwei Tafeln mit den zehn Geboten aufbewahrt wurden.
Resümee:
Jeder Autor der sich der Thematik widmet, verändert die Gestalt des Grals ein wenig oder komplett. Solange sich Bestseller Autoren wie „Dan Brown“ auf Quellen beziehen, die nachweislich gefälscht sind, kommen nur unsinnige Mythen um den Gral hinzu. Ich denke, der Gral ist für jeden im Grunde, dass Er oder Sie sich am meisten wünscht, sei es ewige Jugend oder Glück im Leben.
Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Heilige_Gral
http://de.wikipedia.org/wiki/Prieur%C3%A9_de_Sion
http://www.geistigenahrung.org/ftopic1499.html
http://www.theology.de/sakrileg-der_heilige_gral.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Nikodemusevangelium