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Intelligent Design – wissenschaftlich fundierter Angriff auf die Evolutionstheorie?

Evolution ist für die AnhängerInnen des Kreationismus das Reizwort schlechthin. Nichts soll ihren Kindern den Glauben an die Schöpfungsgeschichte trüben. Die VerfechterInnen von Intelligent Design (ID) wollen die Evolutionstheorie jedoch nicht mit Theologie, sondern mit wissenschaftlichen Argumenten erschüttern. Die Kernidee ist simpel: Das Universum in all seiner Komplexität, vom Vogelflug bis zum menschlichen Auge, kann nicht durch Zufall, Mutation, Auswahl und Anpassung entstanden sein, sodass es von einer höheren Macht entworfen worden sein muss.

Nach einer aktuellen Meinungsumfrage ist diese Vorstellung für die meisten AmerikanerInnen gar nicht so abwegig. So glaubt mehr als die Hälfte der AmerikanerInnen (und zwei Drittel der WählerInnen, die für George W. Bush gestimmt haben), dass »Gott den Menschen in seiner heutigen Gestalt irgendwann in den vergangenen zehntausend Jahren erschuf«. Noch mehr US-Bürger sehen keinerlei Anlass zum Widerstand, wenn in den Schulen im Fach Biologie der Kreationismus oder daraus abgeleitete Theorien unterrichtet würden.

Neue Strategien

Die Organisation mit dem bezeichneten Namen „Discovery Institute“ ist der Think Tank der ID VerfechterInnen und koordiniert die Anstrengungen zur Verbreitung dieser. Obwohl das Discovery Institute jeglichen religiösen Hintergrund bestreitet, ist es fest in der bibeltreuen Rechten verankert. Die Stärke der ID-BefürworterInnen liegt allein darin, Zweifel an Darwinscher Evolution zu säen. Einprägsame Parolen und aggressive Öffentlichkeitsarbeit in den gesamten Vereinigten Staaten haben bereits Spuren hinterlassen.

In Dover im Bundesstaat Pennsylvania müssen BiologielehrerInnen den Neuntklässlern einen Text über Intelligent Design vorlesen. Ein Landkreis in Georgia ließ fast drei Jahre lang Lehrbücher mit einem Aufkleber versehen, demzufolge die Evolution nur eine Theorie unter vielen ist. Der Bundesstaat Kansas hat neue Bildungsstandards akzeptiert, die Darwins Abstammungslehre hinterfragen. Der Senator Rick Santorum behauptete: »Intelligent Design ist eine legitime wissenschaftliche Theorie und sollte in der Schule unterrichtet werden.«

Unterstützung von oben

George W. Bush verdankte seine Wahl zum Präsidenten der USA den konservativen Christen. Seit seiner ersten Präsidentschaft üben diese Druck aus, um das Land nach ihren Wertvorstellungen umzugestalten.

Lange hatte sich der US-Präsident aus der Diskussion herausgehalten. Mittlerweile vertritt dieser allerdings den Standpunkt, die Lehre vom Intelligent Design als gleichwertig mit der Evolutionstheorie in den Schulen zu unterrichten. Die SchülerInnen, so seine Meinung, müssten beide Theorien hören, um zu verstehen worum es in der Debatte geht.

 

Wissenschaftlich?

 

Es gibt weder Aufstellungen von allgemeinen Gesetzesaussagen von ID noch prüfbare Aussagen oder gar Möglichkeiten zur Falsifikation. Zudem beruht der Bezug auf einer/einem SchöpferIn lediglich auf einem Analogieschluss: Menschliche Intelligenz kann derartige komplexe Systeme schaffen, daher wird auch eine Intelligenz eingefordert, welche die Komplexität in natürlichen Systemen erklärt.

Weiters bringen ID-VertreterInnen keine Argumente für die eigene Position vor, sondern verweisen nur auf Lücken in der Evolutionstheorie. Letztendlich wird nur „wir wissen das noch nicht“ umformuliert in „ein Designer hat das gemacht“.

Evolution ist eine Serie erfolgreicher Fehler. Sie beruht auf natürlicher Selektion, auf erblichen Unterschieden und auf der Fähigkeit zur Reproduktion. Sie braucht Variation und kann nur mit dem arbeiten, was zufällige Mutationen ihr bieten. Das Resultat sieht oft nach Perfektion aus, ist aber das genaue Gegenteil. Zum Beispiel haben sich Augen verschiedener Art unabhängig voneinander in den verschiedenen Tiergrupppen entwickelt. Das Problem, dem Licht Informationen über die Umwelt zu entnehmen, wurde auf verschiedene Wege gelöst. Alle Augen in der Natur sind gerade nur so kompliziert wie nötig. Tatsächlich ist ihre nur scheinbare Vollkommenheit ein Argument gegen Intelligent Design, denn jede Augenkonstruktion hat ihre eigenen großen Schwächen.

Auch das menschliche Auge ist gerade nur so komplex wie nötig und auch alles andere als perfekt. Zum Beispiel sehen dort, wo wir nur weiße Blüten sehen, Bienen im ultravioletten Licht Verzierungen. Unser Glück ist nur, dass uns die Mängel unserer Augen nicht bewusst sind.

Für die Evolutionstheorie stellt Intelligent Design keine ernsthafte Gefahr dar, erschreckend bleibt aber die Tatsache, dass ID trotz wissenschaftlicher Mängel so großen Anklang findet. Die Popularität von ID spiegelt die Verunsicherung über das Vermögen der Menschen, selbstbestimmt und bewusst das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen und damit fortschrittlichen Wandel herbeizuführen.

 

Wedge Document

Neben den offiziellen Publikationen der VertreterInnen der Intelligent Design Bewegung ist vor allem das als "Wedge Document" bekannt gewordene Strategie Papier, wichtig für die Beurteilung der Ziele und Strategien der NeokreationistInnen. Durch einen Teilzeit-Angestellten wurde das als "TOP SECRET" und "NOT FOR DISTRIBUTION" deklarierte Dokument 1999 im Internet verbreitet. Das Discovery Institute bestätigte die Authentizität 2005.

Neben dem Einblick in die Ziele und Strategien, liegt die Bedeutung des „Wedge Documents“ darin, dass es erstmals die Existenz einer konkret und detailliert definierten Strategie der Intelligent Design Bewegung bestätigte.

Die mehrfache Bezugnahme auf einen Schöpfergott als Basis westlicher Zivilisation gilt entgegen den offiziellen Verlautbarungen als eindeutiger Beleg dafür, dass die ID VertreterInnen christlich-religiöse Ziele verfolgen.

Besonders Erschreckend ist zudem, dass die Durchdringung des religiösen, kulturellen und politischen Lebens durch die Intelligent Design Theorie, als 20 Jahres Ziel deklariert wurde.

The Flying Spaghetti Monster

Die bekannteste Karikierung der Intelligent-Design-Bewegung ist die „Church of the Flying Spaghetti Monster“. Sie wurde 2005 vom Physiker Bobby Henderson gegründet und er will damit die Bemühungen der Intelligent Design Bewegung lächerlich machen. In einem offenen Brief fordert er bei einer Schulbehörde in Kansas die Gleichstellung seiner Religion mit Intelligent Design. Außerdem stellt er einen Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und der sinkenden Anzahl an Piraten her.

http://www.venganza.org/

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Bandit: Ein super Artikel

Ein super Artikel wie ich finde.Zu dem Thema fällt mir immer wieder ein Spruch ein, der in dem Film Contact mit Jodie Foster zu hören war. Dort heisst es man könne sie(Jodie Foster), als Wissenschaftlerin, nicht ins All schicken, da sie glaube dass 95% der Weltbevölkerung an Wahnvorstellungen leiden, sprich an Gott glauben. Man könne sie deswegen nicht als Representatin der Menschheit  sehen. Dabei ist es doch schon längst erwiesen, dass die Bibel ja nichts anderes  als eine personifizirte Himmelskarte und Kalender ist. Beispiel:der Begriff Gottes Sohn, war eigentlich vorher Gott ist die Sonne. Beobachtet man diese findet man in ihrem Zyklus erstaunlicherweise Merkmale, die  mit den Feiertagen der Weihnacht und Ostern übereinstimmen. Die 3 Weisen sind ebenfals Sterne, sowie die 12 Jünger die heutigen 12 Tierkreiszeichen sind und soweiter und sofort...

Gast: Gott sei dank

Dazu muss ich sagen, dass ich eine sehr interessante Doku dazu habe. Und es da tatsächlich ein Problem in den USA gibt. Wobei ich da Scientology als viel viel gefährliciher Einstufen würde in Bezug auf die Verfassung. Aber Gott sei dank, muss man da sagen hat ja der US-Bundes Verfassungsgerichtshof vor einigen Jahren genau das Verboten, da es sich gegen die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika richtet. Das Gesetz ist den Kreationisten aber weiter im Weg. Und hoffentlich bleibt das so.